Urlaub zwischen norwegischer Natur und Kultur

Rund vier Millionen Touristen besuchen das Königreich Norwegen jedes Jahr. Sie lockt vor allem eines in das skandinavische Land: die Natur. Denn die ist in dem nur 4,9 Millionen Einwohner zählenden Land in weiten Teilen noch nahezu unberührt.

Natur pur

Wer an Norwegen denkt, der denkt in erster Linie an die Natur: die von Fjorden zerrissene Westküste, Berge, tiefe Täler, Gletscher, tausende Inseln, Seen sowie die Nordlichter (im Winter) und die Mitternachtssonne (von April bis August). Das lockt Wanderer, Kletterer, Angler und im Winter Skifahrer nach Norwegen.
Doch man muss nicht auf dem Festland bleiben, denn auch die Lofoten sind einen Besuch wert. Die Inselgruppe erreicht man am schnellsten über Schnellstraße „Lofast“, denn eine Brücke verbindet die Lofoten mit dem norwegischen Festland. Am schönsten ist allerdings die Anreise über das Meer mit einem der alten Postschiffe, die täglich auf der Hurtigruten-Strecke unterwegs sind. Von den kleinen, bunten Fischerdörfern auf den Lofoten aus kann man zu Wanderungen aufbrechen oder Pottwale beobachten.

Bei Touristen besonders beliebt ist ein Besuch am Nordkap. Der nördlichste Punkt Norwegens ist ein Schieferplateau auf der Insel Magerøya im Eismeer. Wer Strandurlaub bevorzugt, sollte am Südkap Norwegens bleiben. Dort kann man auch in den Riffen vor der Küste schnorcheln.

Historische Städte

Neben der Natur locken aber auch die größtenteils noch sehr gut erhaltenen alten Städte viele Touristen an, ein weiteres Highlight bei Norwegen-Reisen ist die nordische Kultur des Landes. Die ehemalige Hansestadt Bergen ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Sie ist vor allem für das ehemalige Hansekontor mit den Speicherhäusern bekannt. Vom Stadtzentrum aus führt eine Seilbahn hinauf zum 314 Meter hohen Fløyfjell. Von dort hat man einen guten Blick über die Stadt und die Fjorde der Umgebung. Die norwegische Hauptstadt Oslo, am gleichnamigen Fjord gelegen, ist ganzjährig einen Besuch wert. Im Sommer kann man sich im Oslofjord abkühlen und im Winter laden die Loipen rund um die Skisprungschanze am Holmenkollen zum Langlaufen ein. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte die Festung Akershus besuchen. Für Kunstinteressierte lohnt sich ein Besuch im Munch-Museum, wo auch Edvard Munchs „Schrei“ ausgestellt ist. Außerdem sehenswert ist das Osloer Rathaus, in dem der Friedensnobelpreis vergeben wird.

Zu Land und zu Wasser auf Entdeckungstour

Wer Norwegen erkunden will, sollte das vor allem mit dem Auto tun. Dabei sollte man aber beachten, dass viele Küsten- und Bergstraßen, so zum Beispiel der schmale Trollstigen mit seinen engen Kurven und einer Steigung von zwölf Prozent, nur im Sommer befahrbar sind. Der Trollstigen ist Teil der „Goldenen Route“, die am Geirangerfjord startet und bis nach Oslo führt. Allerdings sollte man unterwegs nicht vergessen hin und wieder in den Fjorden auf das Schiff umzusteigen.

Bildquelle: René Sputh – fotolia.com

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