Die Ostküste von Mallorca – ein wahres Urlaubsparadies

Mallorca ist so facettenreich wie keine andere Insel, die wir kennen. Und man kann wirklich kaum behaupten, wie seien nicht weit gereist. Dieser letzte Urlaub auf der schönen Sonneninsel war, das kann man mit Fug und Recht behaupten, tatsächlich etwas ganz besonderes, denn wir haben die Ostküste einmal von einer ganz anderen Seite kennengelernt.

Bislang bevorzugten wir, als die Kinder noch klein waren, eine zentral gelegene Ferienwohnung auf Mallorca. Cala Millor, Canyamel weiter oben im Norden, Porto Cristo mit seinem schönen Hafen – überall gibt es schöne Appartments mit zwei Schlafzimmern und wunderbarem Meerblick und Gemeinschaftspool. Der Vorteil für uns: Immer sind andere Kinder da, mit denen unsere eigenen spielen können. Oder konnten. Mittlerweile ist unser Nachwuchs alt genug, allein in Urlaub zu fahren, so dass wir deshalb eine Finca an der Ostküste mieteten. Für uns ganz allein. Idyllisch gelegen auf dem Land von Manacor. Ein eigener Pool mit Blick auf die weite hügelige Landschaft in diesem Teil von Mallorca.

Den Ausschlag gab nicht nur unsere Unabhängigkeit gegenüber den Kindern, sondern auch eine ganz nette Begegnung im letzten Frühjahr. Mein Mann und ich saßen in einer der kleinen Bars in Canyamel und lernten dort ein deutsches Ehepaar unseres Alters kennen, das das ganze Jahr auf der Insel lebt und längst guten Kontakt zu den Mallorquinern hat. Von ihnen bekamen wir den Tipp, eine ländlich gelegene Finca zu mieten. Als wir so ins Gespräch kamen und ich kundtat, furchtbar gerne einmal die mallorquinische Küche am eigenen Herd kennenzulernen, waren Pläne schnell geschmiedet. Unsere neuen Bekannten Marlis und Hardy sind enge Freunde eines Kochs, der in Porto Cristo die typischen Inselgerichte wie Paella, Frito Mallorquin, Tortilla und Empanadas zubereitet. Und der ganz sicher bereit sein würde, mit mir für ein paar Tage den Kochlöffel ausgiebig zu schwingen.

Keine Frage, dass wir uns schnell auf die Suche nach einer Finca machten und eben in Manacor fündig wurden.  Jesus, so heißt der Koch, erwies sich als begnadeter Künstler am Herd und kam täglich abends, um uns in die Geheimnisse der wunderbaren Gerichte einzuweihen.  Da gemeinsame lukullische Genüsse schnell verbinden, wurden wir flugs Freunde. Noch immer sind wir mit Jesus in Kontakt und sind ganz sicher, im nächsten Jahr wieder auf die Insel zu kommen. Ich denke, dass der Februar dann eine gute Zeit ist, denn Mallorca steht dann in voller Mandel-Blüte. Und wie man sich denken kann, habe ich längst nicht alle Gerichte kochen lernen können, an denen mein Herz hängt. Aber das holen wir nach.

Nachdem ich Fotos unserer Finca und der zubereiteten Gerichte an per Mail an Freunde und Bekannte verschickt habe, lief allen meinen Lieben das Wasser im Mund zusammen. Und wie es eigentlich vorhersehbar hätte sein müssen: Viele unserer Freunde sind begeistert von unseren Plänen und möchten nun mit. Also werden wir eine größere Finca mit einer größeren Küche buchen und kochen, was das Herz begehrt. Und es würde mich nicht wundern, wenn Jesus bald schon daran gewöhnt ist, mit unserem Besuch wenigstens zweimal jährlich zu rechnen. Wer so klasse kocht…

Dieser Beitrag wurde unter Reiseberichte, Reisen Europa abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.