Tuamoto – die Inseln der Ringe

Tuamotu, die Welt der Ringe im Herzen der Südsee. Die größte und eindrucksvollste Inselgruppe der Welt besteht aus Atollen, ringförmigen Streifen aus weißem Sand und Korallen die tiefblaue Lagunen vor dem Ozean beschützen. Diese spiegelartigen Lagunen wurden von Mutter Natur geschaffen, um uns davon zu überzeugen, daß es das Paradies auf Erden wirklich gibt. Vor 50 Jahren noch waren die phantastischen Tuamotu-Inseln völlig unbekannt. Ihre Bewohner lebten ruhig und ungestört von Fischfang und Koprahandel. Wer von Polynesien träumte, dachte an Tahiti oder an Hawaii. Doch 1947 ging eine Meldung durch die Welt: Die “Kon Tiki” von Thor Heyerdahl war auf das Atoll von Raroia aufgelaufen, mitten im Archipel der Tuamotu.

Damals galt der norwegische Seefahrer in aller Welt schon als verwegener Wissenschaftler. Damit jedoch war es ihm noch nicht genug. 1947 baute er sich in Peru ein großes Floß aus Balsaholz und Schilf, das er auf den Namen “Kon Tiki” taufte, und startete mit fünf Männern aus dem Hafen von Callao in Richtung der Marquesas-Inseln. Heyerdahl war davon überzeugt, daß die Polynesier südamerikanischen Ursprungs seien, und um seine Theorie zu beweisen, wollte er die Fluten des Ozeans mit dem “stärksten Mittel” herausfordern, das den alten Inkas zur Fortbewegung auf dem Wasser zur Verfügung stand.

Nach 101 Tagen atemberaubender Seefahrt kam er in Sichtweite der Tuamotu-Inseln, wo ein Sturm sein Floß auf den Korallen von Raroia zerschellen ließ. Wahrscheinlich wurde er vom Gott Odin beschützt, jedenfalls überlebte er das Abenteuer unversehrt. Und ihm ist es zu verdanken, wenn Tuamotu mit einem Schlag in der ganzen Welt berühmt geworden ist. Doch sie verloren ihr wildes Aussehen nicht, das sich bis heute erhalten hat. Die 78 Atolle begannen Besucher anzuziehen und ließen phantastische Ideen entstehen.

Die Inseln der schwarzen Perle

Dies etwa war der Fall bei dem Franzosen Jacques Rosenthal und dem Japaner Koko Chaze, die 1968 auf Manihi eine Schwarzperlenzucht aufbauten, die heute in aller Welt berühmt ist. Im Laufe von zwei Jahrzehnten wurden die Tuamotu-Inseln zu einem der beliebtesten Reiseziele des internationalen Tourismus.

Der Archipel ist 1.300 Kilometer lang, 500 breit und hat eine Fläche von 20.000 Quadratkilometern. Das größte Atoll, Rangiroa, umschließt eine Lagune von 1.020 Quadratkilometern. Im Vergleich dazu misst der Gardasee “nur” 270 Quadratkilometer. Zwar sind Zahlen nicht alles, aber im Fall der Tuamotu lassen sie den großartigen Reiz dieses Archipels und die immense Weite des Ozeans erahnen.

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